Nr. 9 Wielandstraße

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Kunstlichttor Nummer 9 an der Wielandstraße

Der Brückenraum markiert einen innerstädtischen Schnittpunkt, an dem sich drei Geschwindigkeiten kreuzen: Bahn – Auto – Mensch. Die Lichtinstallation thematisiert die Geschwindigkeit des Gehens.
 
Der Geist des Ortes ist verknüpft mit der Tradition des Bergbaus. BOCHUMSTEP visualisiert eine atmosphärisch gestimmte Durchgangssituation, einen Ort der Kommunikation und des Gesellschaftsspiels. Eingedenk der verstorbenen Bergleute dient er als Andachtsraum, aber auch als “Tanzplatz”. “Musik und Tanz sind eigentliche Freuden des Bergmanns; sie sind wie ein fröhliches Gebet.” (aus: “Heinrich von Ofterdingen”, Novalis)

Bochumstep als beleuchteter Schriftzug
 
Die Bezifferung der Brücke 9 wird auf mehreren Assoziationsebenen visualisiert. Für den handelnden “Grenzgänger“ wird sie körperlich erfahrbar: Im Fußgängerbereich des Brückendurchgangs werden zwei lichthaltige Pfade über den Köpfen der Passanten installiert. Die markanten Lichtachsen setzen sich jeweils aus vier hellblau/rötlich leuchtenden Acrylglasrhomboiden zusammen. In jedem Leuchtkorpus sind neun Neonzeichnungen von Schuhsohlen installiert, die zusammen eine Neun bilden. Alle Sohlen pulsieren in einem langsam wechselnden Rhythmus.
 
Der Gehrhytmus als Lichtinstallation aus Neonlichtern
Die Elementarform des BOCHUMSTEP verläuft in einem schlaufenförmigen Gehrhythmus, der die eingedrehte Kopfform der Neun nachzeichnet. Drei rote Neonpfeile verdeutlichen in jedem Leuchtkorpusdie Bewegungsrichtungen. Kern ist das Sichtbarmachen von Zeit, der eigenen Spur, des eigenen Rhythmus, der eigenen räumlichen Ausdehnung. Die Lichtinstallation BOCHUMSTEP versteht sich als Handlungsgeographie, als Vorschlag, den Brückentransit 9 neu zu erfahren, zu besohlen, tänzelnd zu erleben.

Wird die Neun im Uhrzeigersinn um 90 Grad gedreht, wandelt sich die Zahl in ein mythologisches Bild. Die liegende Neun als stilisiertes Sonnenschiff ist umschlossen von einem Ellipsoid - der warm gelb leuchtende Korpus ist jeweils an der Stirnseite der Brücke installiert. Zu den liegenden Neunen gesellt sich in 60 Zentimeter hohen Leuchtkästen gleichen Farbtons der Installationstitel BOCHUMSTEP. Neun liegende Neunen unterschiedlicher Größe sind als blaue Neonobjekte gestaffelt in der Stahlfachwerkkonstruktion der Brückenunterseite montiert. In BOCHUMSTEP vermengt sich Moderne mit Historie: Das angrenzende Bergbau-Museum ist ein Ort der Spurensicherung.
 
Der atmosphärisch-blaue Durchgang organisiert den Umgebungsraum der Brücke. Eine Klanginstallation akzentuiert die durch Sinneseindrücke geprägte Atmosphäre. Der Besucher erlebt den Brückenraum als Ort gleichzeitiger Momente und sich selbst als bewegtes Zentrum des Ereignisses.
 
Das Konzept wurde im Jahr 2012 in die Realität umgesetzt.

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