Nr. 10 Uhlandstraße

Konzeptentwurf zum Kunstlichttor Nummer 10 an der Uhlandstraße

Jeder kennt das Gefühl: Man steht am Bahnsteig, wartet auf seinen Anschluss. Erst unhörbar, dann immer lauter, kommt ein Güterzug stattlich in den Bahnhof eingefahren: zwei, drei Lokomotiven, dahinter eine fast unzählbare Reihe von Waggons. Das schwere Brummen der Dieselmotoren, das hundertfache Dröhnen von Eisen auf Eisen. Tonnen Material und Last rattern vorbei, langsam, aber nicht aufzuhalten. Nur zuschauen kann man; wie hypnotisiert zählt man die Waggons, liest die Aufschrift, fragt sich, was Ziel dieses Zuges sein könnte. Der Zauber ist vollkommen und dauert so lange, bis Lärm und Zittern wegsterben und man die rote Laterne des letzten Waggons sich im Dunkeln auflösen sieht.

Abends spürt man die Güterzüge, die im Dunkeln an der Uhlandstraße vorbeifahren, durch ihre Geräusche. Man sieht sie kaum, doch diese Züge bedeuten eine Belästigung für die Anwohner: Für sie ist das Dröhnen immer da.

Die Brückenbeleuchtung
Im Entwurf für Tor 10 treffen beide Phänomene zusammen: Verwunderung und Ungemach. So soll der Bahnverkehr auf dieser Strecke etwas “glamour” bekommen. In der Bahnunterführung sind vier Reihen von je acht Lampen montiert: eine Reihe unter jeder Bahntrasse, die sich auf der Brücke befindet. Jede Lampe wird gedimmt, dadurch ist das Licht warm und sanft. Das Angehen und Löschen der Lampen mit einer bestimmten Verzögerung wirkt, als ob sich das Licht von rechts nach links und zurück bewegt, mit maßvoller Geschwindigkeit, jede Reihe von Lampen unabhängig von den anderen. Weil die Halogenlampen-Gehäuse transparent sind, wird die halboffene Stahlkonstruktion der Brücke spielerisch beleuchtet, und es entsteht in dieser Räumlichkeit ein Spiel von Licht und Schatten.

Fährt ein Zug über die Brücke, macht sich eine gewisse Aufregung bemerkbar. Weil die Geschwindigkeit, mit der sich das Licht von einer Lampe zur nächsten bewegt, sich etwa verdoppeln wird (mittels eines Sensors), verdoppelt sich damit auch die Anzahl der Lampen, die eine bestimmte Zeit stärker brennen, bevor sie auf ihr Grundniveau runterdimmen. Also: mehr Bewegung und mehr Licht. So transformiert sich Tor 10 während der Zugdurchfahrten für kurze Zeit in einen Ort, an dem man sich von einem Zusammentreffen von Geräuschen und Licht bezaubern lassen kann.

Die Zahl Zehn an der Brücke
Die Zahl 10 ist an der Brücke als Triebrad (der 0) und als Triebstange (der 1) zu sehen, wie ein Triebwerk miteinander verbunden. Als Ehrung - den nächtlichen Transporten gewidmet.

Dieses Konzept wurde bisher nicht umgesetzt.

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