Bleib sauber, sonst wird´s teuer:
Bochum erhöht Bußgelder für Umweltsünder

Foto 1: Vorderseite Flyer  "Bleib sauber, sonst wird's teuer"

Illegal Müll im öffentlichen Raum zu entsorgen, wird in Bochum empfindlich teurer. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch stellte am Dienstag, 30. April, den überarbeiteten Bußgeldkatalog vor: „Bei Umweltsünden erheben wir in Zukunft das Maximum dessen, was möglich ist. Wenn man sich nicht an die Regeln hält, wird´s richtig teuer.“

Die Stadt hat im neuen Bußgeldkatalog daher die Sätze jeweils auf den in Nordrhein-Westfalen zulässigen Höchstwert erhöht. Ein weggeworfenes Kaugummi kann künftig so mit 55 Euro zu Buche schlagen - genauso wie das Liegenlassen von Flaschen oder das Urinieren in der Öffentlichkeit. Gravierende Umweltverstöße sind jetzt besonders schmerzhaft für den Verursacher. So kostet beispielsweise das illegale Ablagern von Altreifen oder Altöl nun bis zu 5000 Euro - statt maximal 510 Euro wie bisher. Allerdings will die Stadt mit Augenmaß vorgehen: Die Festsetzung der Beträge ist jedes Mal eine Einzelfallentscheidung, die konkreten Bußgelder können also auch unter den Höchstsätzen liegen.

Foto 2: Rückseite Flyer  "Bleib sauber, sonst wird's teuer"

Die Stadt wird die neuen Umweltbußen auf Flyern und auf Werbetafeln publik machen. Unter dem Motto: „Bleib sauber, sonst wird´s teuer“ werden die Bürgerinnen und Bürger so über die angepassten Tarife informiert. Oberbürgermeister Eiskirch erhofft sich schon von der Informationskampagne zu den neuen, drastischen Strafen einen positiven, weil abschreckenden Effekt: „Bei der Stadtputz-Aktion haben 8.000 Menschen ihre Stadt aufgeräumt und die soll jetzt auch sauber bleiben. Wer sich nicht dran halten kann, der zahlt eben.“ Jährlich verursache die Beseitigung illegal entsorgten Mülls 1,5 Millionen Euro Kosten, so Eiskirch. „Das zahlt die Allgemeinheit. Und das ist nicht in Ordnung.“

Vor Kurzem haben vier Abfalldetektive in der Stadt ihre Arbeit aufgenommen, die sich auf die Spuren von Umweltsündern heften oder sie gleich auf frischer Tat stellen. Und das äußerst erfolgreich: Kamen im gesamten Jahr 2018 insgesamt 123 Ordnungswidrigkeiten wegen illegaler Müllentsorgung zur Anzeige, waren es allein im ersten Quartal 2019 bereits 200. Die schlechte Nachricht für diejenigen, die weiterhin die Umwelt als Müllkippe missbrauchen: Die Abfalldetektive werden bald personell verstärkt.

(2. Mai 2019)



Die Stadt Bochum auf facebook   Folge der Stadt Bochum auf Twitter   Die Stadt Bochum auf YouTube   Folge der Stadt Bochum auf Instagram   Die Stadt Bochum auf flickr

 
Werbepartner