Tierische Schädlinge und Lästlinge

 Schädlinge und Lästlinge sind ein naturgegebener Teil der belebten Umwelt. Solange sich deren Vorkommen auf den natürlichen Lebensraum beschränkt, bilden diese Tiere (Insekten, Ratten und Mäuse und so weiter) einen wichtigen Teil des Ökosystems. Allerdings ist es auch wichtig, tierische Schädlinge aus der unmittelbaren Umgebung des Menschen zu verbannen. Dabei geht es um den eigenen Schutz, um den von Haustieren und wertvoller Vorräte. Es gilt, Menschen und Tiere vor direkten Angriffen zu schützen, die Übertragung von Krankheiten zu verhindern, die Nahrungsmittel vor Verderb oder Vernichtung zu bewahren oder sich von lästigen Plagegeistern zu befreien. Damit sind die Probleme mit dem Ungeziefer oder den Nagern so alt wie die Menschheit selbst.

 Ratten 

 Heute stellt in dicht besiedelten Gebieten der Rattenbefall das größte Problem dar. Die Tiere sind sehr intelligent und stellen nur geringe Anforderungen an ihren Lebensraum. Allerdings benötigen sie einen Rückzugsbereich (Kanalisation, verlassene Gebäude, Müllhalden, unbenutzte Grundstücke, die dicht mit bodendeckenden Pflanzen bewachsen sind sowie in der Nähe von Vogelhäuschen oder Teichen) sowie Nahrung. Beides finden sie in der Nachbarschaft von Menschen. Wenn Tierfutter oder andere Vorräte im Freien gelagert werden, können sich auch Ratten davon bedienen. Viele Menschen wissen nicht, dass sie durch das Wegwerfen von Lebensmittelresten auf Grünflächen, Straßen oder Plätzen, das Lagern von Müll mit Lebensmittelresten oder das Wegspülen von Essensresten durch die Toilette vielen Ratten die Nahrungsgrundlage liefern. Finden die Tiere in der Umgebung dann noch einen für Menschen schlecht zugänglichen Ort, um einen Bau anzulegen, so haben sie einen optimalen neuen Siedlungsraum gefunden.

 Maßnahmen bei Befall 

 Eine dauerhafte Ausrottung ist nicht zu erwarten. Ziel muss es aber sein, die Zahl der Ratten so gering wie möglich zu halten. Dazu ist es wichtig, keine Lebensmittelreste unachtsam wegzuwerfen. Müll mit Lebensmittelresten soll erst kurz vor der Abholung auf die Straße gestellt werden. Dies gilt besonders für die "Gelben Säcke". Lebensmittelreste sollten nie durch die Toilette entsorgt werden. Da sich in den Kanälen besonders viele Ratten befinden, werden die Tiere sonst regelrecht angefüttert. Sie lernen schnell, wo es viel Futter gibt und wandern entlang solcher "Einleitungen". Dort versuchen sie dann auch teilweise, in das Hausrohrnetz einzudringen, was allerdings nur bei alten oder nicht einwandfrei funktionierenden Installationen dazu führen kann, dass Ratten so in Wohnungen gelangen können.

 Wird Rattenbefall auf Grundstücken oder in Gebäuden festgestellt, so muss der Eigentümer für die Bekämpfung sorgen. Wer es selbst versucht, muss beachten, dass Rattengift auch für Menschen und Haustiere giftig ist. Legen Sie keinesfalls Giftköder aus, die für Menschen oder Tiere leicht zugänglich sind. Zur Beratung steht Ihnen das Gesundheitsamt zur Verfügung.
 Sachgerecht wird die Bekämpfung von Fachbetrieben (Schädlingsbekämpfer) durchgeführt!

Wenn aber nicht gleichzeitig berücksichtigt wird, dass meist erst der Mensch selbst durch seine unbedachte Lebensweise die Bedingungen für eine ungehinderte Ansiedlung und Massenvermehrung der Ratten schafft, kann der Befall nicht dauerhaft beseitigt werden.

 Sonstige Schädlinge 

 Hierunter fallen unter anderem Mäuse, aber auch viele Insekten wie Schaben (Kakerlaken) oder Käfer sind zu nennen. Auch der Befall mit diesen Lebewesen kann entweder zur Übertragung von Krankheitserregern führen oder zur Zerstörung beziehungsweise Ungenießbarmachung von Vorräten. Bei einem ausgedehnten Mäusebefall sollte ebenfalls ein Fachbetrieb mit der Bekämpfung beauftragt werden.

 Bei Schabenbefall ist ebenfalls in aller Regel eine Bekämpfung durch einen Fachbetrieb unumgänglich. Diese Insekten finden sich meist im ganzen Haus, in Mehrfamilienhäusern breiten sie sich durch Luftschächte über viele Etagen aus. Daher kann erst eine vollständige Bekämpfung im ganzen Haus die Lösung bringen.

 Vorratsschädlinge finden sich bevorzugt in Mehl oder Getreideprodukten und können sich durch viele Verpackungen hindurcharbeiten und damit zu einem Befall auch nicht geöffneter Lebensmittel führen. Im Zweifelsfall sollten dann sämtliche befallenen und alle damit zusammen gelagerten Lebensmittel vernichtet werden.

Läuse (Merkblatt Kopflausbefall)

 Für weitere Informationen gelangen Sie hier zu den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern. 


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