Juden in Polen

Plakat für die Veranstaltungsreihe "Europa verstehen: Polen" im Mai 2006 des Stadtarchiv Bochums

Im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres hat die Bundeszentrale für politische Bildungdie Veranstaltungsreihe

"Wszystko jasne? Alles klar? Europa verstehen: Polen"

initiiert. Getragen von vielen örtlichen Partnerinstitutionen, finden entlangzahlreicher Verkehrslinien in den Städten Essen, Gelsenkirchen und Bochum in der Wocheüber 60 Veranstaltungen statt, die zusammen gleichsam ein "Polnisches Dreieck" bilden.

In Kooperation mit der Stadtbücherei und der Volkshochschule zeigt das Stadtarchivvom

5. bis 15. Mai 2006

im Gertrudis-Center in Bochum-Wattenscheid die Ausstellung

Juden in Polen

Polen war bis zum Überfall der deutschen Wehrmacht das bedeutendste kulturelle Zentrumder Juden in Mittel- und Osteuropa. Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs war jeder zehnte polnischeStaatsbürger jüdisch (etwa 3,5 Millionen Menschen), eine Gemeinschaft, die durch dieShoah nahezu vollständig vernichtet wurde. Über drei Millionen polnische Juden verloren ihr Leben.

1998 wurde vom Polnisch-Deutschen Zentrum Krakau die Ausstellung "Juden in Polen" erstellt. Siezeichnet ein ausgewogenes und reichlich dokumentiertes Bild der Geschichte der polnischen Judenseit dem 11. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Die 200 Fotos der Ausstellungstammen aus 80 Archiven und veranschaulichen die folgenden Epochen:
  1. Vom Mittelalter bis zur Neuzeit;
  2. Von der Fremdherrschaft zur zweiten Republik;
  3. Deutsche Besatzung und Holocaust und
  4. Von der Volksrepublik bis zur Gegenwart.
Es ist das erste Mal, dass dieses Thema auf derart zugängliche und objektive Art und Weisedargestellt wird.

Die Schau ist im Internet unter www.historiazydow.edu.plabrufbar.

Als didaktische Handreichungen bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmundneben einer Bibliographie und einer Filmübersicht auch einen "Erkundungsbogen" mit Leitfragen fürden Ausstellungsbesuch.

Die Bücherei Wattenscheid hält eine Liste mit ausgewählten Veröffentlichungenzum Thema der Ausstellung vor. Im Lesesaal des Stadtarchivs steht Literatur zur Geschichteder Juden in Bochum und Wattenscheid zur Verfügung.

Die Ausstellung wird am 4. Mai 2006, 18:30 Uhr im Getrudis-Center eröffnet.

Am 10. Mai 2006, 18:30 Uhr laden wir in denselben Räumen zu einem Zeitzeugengespräch mitdem ehemaligen polnischen Auschwitz-Häftling Jerzy Bielecki ein. Alfred Salomon, Bochumer Jude und Überlebenderdes KZ Auschwitz ist an diesem Abend ebenfalls anwesend.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag von 10:00 bis 13:00 Uhr
Eintritt frei!

Weitere Informationen zum Programm:

"Kultur-WG Wattenscheid"
Gertrudis-Center
Alter Markt 1
44866 Bochum-Wattenscheid
Telefon: 0234 / 910-65 37
E-mail: stadtarchiv@bochum.de

Öffentliche Verkehrsmittel:
Haltestelle Freiheitstraße (Bahn 302); Bochum Wattenscheid (Bahn S1)

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Landeszentrale für politischeBildung Nordrhein-Westfalen, Stadtbücherei, Volkshochschule und Stadtarchiv Bochum-Wattenscheid("Kultur-WG Wattenscheid"), IBB-Dortmund.


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