"Kabaukum" - (K)ein Ort für Fremde?

Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" im Stadtarchiv in Bochum
Im Verständnis des Mittelalters waren Fremde Menschen unbekannter Herkunft - oder anders formuliert: Auswärtige. Ob jemand ein Fremder war oder Mitglied einer Bürgergemeinde, hatte für seinen Alltag und Rechtsstatus in der Stadt gravierende Folgen. Denn Kommunen unterschieden sehr deutlich zwischen Einheimischen und Auswärtigen.

Bochum, das sich während des 14. Jahrhunderts zur Stadt entwickelte, wurde im Mittelalter gelegentlich "Kopfbucheim" und gegen Ende des 18. Jahrhunderts bisweilen auch "Kabaukum" genannt. Es war wie die anderen Orte am Hellweg das Ziel von Reisenden und fahrendem Volk. Wochen- und die Jahrmärkte lockten Menschen aus der Umgebung an. Doch nicht nur Wohlhabende kamen, sondern auch Arme, Kranke und Heimatlose, die man im Mittelalter als "Elende" bezeichnete.
Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" im Stadtarchiv in Bochum

Um die Bedürftigen kümmerten sich im Mittelalter in erster die Kirchen und fromme Christen, die Almosen gaben, Geld für Armenspeisungen bei Gotteshäusern (wie der Petri- und später der Pauluskirche) spendeten oder sogar eigene Einrichtungen zu deren Betreuung stifteten. Eine solche Stiftung war das 1438 gegründete "Gasthaus" am Katthagen (im Bereich der heutigen Gerberstraße), das nicht etwa der Beherbergung von Reisenden, sondern als Hospital der Versorgung von "ellenden, armen und kranken broidern" diente.


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