Heinrich Graf Ostermann - Ein Bochumer in der Fremde

Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" im Stadtarchiv in Bochum


Der junge Heinrich wächst in einem bildungsorientierten Pfarrhaus auf. Er besucht das Gymnasium in Soest und Dortmund und beginnt in Jena zu studieren. Nach nur acht Monaten ersticht er, angetrunken und im Streit, einen Kommilitonen und flieht über Amsterdam nach Russland. Begabt für Fremdsprachen, erlernt er rasch auch das Russische. Zar Peter der Große persönlich nimmt sich seiner an und legt den Grundstein zu seiner steilen Karriere. Bereit seiner neuen Heimat zu dienen, arbeitet er sich in alle Gebiete der russischen Politik ein und verfasst zahlreiche Denkschriften.




Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" im Stadtarchiv in Bochum

Die Außenpolitik des Landes sowie Handel und Postwesen werden ihm unterstellt. Als Erster Kabinettsminister ist er schließlich auch für die Innenpolitik zuständig. Er steht zur Westöffnung Russlands und treibt die Reformen Peters I. weiter voran. In ganz Europa genießt er hohes Ansehen. Ostermann handelt auf der Grundlage dessen, was aus seiner Sicht Russland nützt, und wird so auch zum "Zarenmacher" Das ist sein Verhängnis. Elisabeth, eine Tochter Peters I., fühlt sich von ihm übergangen, putscht sich an die Macht und schickt Ostermann in die Verbannung. Dort stirbt er nach fünfeinhalb Jahren.


Die Stadt Bochum auf facebook   Folge der Stadt Bochum auf Twitter   Die Stadt Bochum auf YouTube   Folge der Stadt Bochum auf Instagram   Die Stadt Bochum auf flickr

Impressum
 
Werbepartner