Fremd in der Stadt - die fremde Stadt

Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" im Stadtarchiv in Bochum

In den 1840er Jahren nahm die erste Tiefbauzeche Westfalens an der Bochumer Stadtgrenze ihren Betrieb auf. Das "schwarze Gold" versprach glänzend Gewinne und der beschauliche Ort entwickelte sich in wenigen Jahrzehnten zu einer Großstadt. Bochum erlebte dabei zweifach das "Fremde": durch die Vielzahl von Zugezogenen mit anderem Dialekt, Kleidungsstil, zum Teil fremder Sprache und fremden Gewohnheiten. Und durch den Ausbau der kommunalen Infrastruktur und den Neubau ganzer Stadtteile wie Ehrenfeld oder Stahlhausen.


Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" im Stadtarchiv in Bochum
Beispielhaft für die Bochumer Neubürger wird die Gruppe der Polen und Masuren vorgestellt. Sie unterscheiden sich schon allein in der Sprache von den Bochumer "Urindianern". Die meisten dieser Fremden betrachteten anfangs ihre Anwesenheit im Industriegebiet nur als vorübergehend. Nach einigen Jahren Arbeit wollten sie in ihre ursprüngliche Heimat zurückkehren und sich dort mit dem in der Fremde erarbeiteten Geld eine neue Existenz aufbauen. Viele Altbürger Bochums empfanden die Zuwanderung wie auch die Veränderungen durch Industrialisierung und Urbanisierung oftmals als beängstigend. Die "Heimat Bochum" wurde deshalb auch von ihnen als "Fremde" empfunden.


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