Frauenwochen 2019 - „Frauen eine Stimme geben“

Plakat: Bochumer Frauenwochen 2019  - Hinweis: per Klick öffnet sich der Flyer (pdf-Datei)

100 Jahre Frauenwahlrecht

Vor 100 Jahren, im Januar 1919, durften Frauen das erste Mal ihr aktives und passives Wahlrecht bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung ausüben und ihre Stimme in der Politik offiziell erheben.
300 Frauen kandidierten für die erste Nationalversammlung. Von den insgesamt 423 gewählten Abgeordneten sind 37 weiblich. Bochum ist stolz, dass die Bochumer Sozialdemokratin Lore Agnes zu den ersten Frauen im deutschen Reichstag gehörte.

Ins erste Bochumer Stadtparlament wurden am 2. März 1919 Alma Römer, Gertrud Czappa, Maria Lossen, Johanna Köhler, Maria Brück, Klara Ulrich, Hedwig Hoffmann und Ottilie Schönewald gewählt. Letztere hatte erstes Sprachrecht im Bochumer Rat.

Nähere Informationen zu den ersten Ratsfrauen in NRW finden Sie hier.

70 Jahre Grundgesetz - Männer und Frauen sind gleichberechtigt

Frauen mussten in der Geschichte ihres parlamentarischen Wirkens immer wieder Hartnäckigkeit und Durchsetzungsvermögen beweisen.

65 Persönlichkeiten waren in den Parlamentarischen Rat, der einen auf demokratischen Prinzipien beruhenden politischen Neuanfang für Deutschland einleiten sollte, berufen worden. Darunter waren nur vier Frauen: die beiden Sozialdemokratinnen Friederike Nadig und Elisabeth Selbert, die Christdemokratin Helene Weber und Helene Wessel vom Zentrum. Jede dieser Frauen brachte viele Jahre beruflicher und politischer Erfahrung mit. Trotz erheblicher Widerstände ist es ihnen zu verdanken, dass im Mai 1949 bei der feierlichen Schlußsitzung des Parlamentarischen Rates mit Inkrafttreten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 3 Absatz 2 Satz 1 der neuen Verfassung kurz und klar steht: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Im entsprechenden Protokoll heißt es dazu: "Artikel 3 Absatz 2 hat seine jetzige Gestalt ... nach sehr ausführlichen und erregten Debatten gewonnen." Der Grundstein für die rechtliche Gleichstellung der Frauen war gelegt.

Vor 25 Jahren - also erst 45 Jahre später - wurde Art. 3 Abs. 2 GG um Satz 2 erweitert: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Auch die Bochumer Frauenvereine und -verbände engagieren sich für eine gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen, Frauenrechten und eine gleichberechtigte Gesellschaft. Ein Weg, der weiterhin gemeinsam zu gehen und auszubauen ist.

Programm Frauenwochen 2019

Gesellschaftliche Veränderung braucht Zeit und deshalb gibt es immer noch viel zu tun, um vollständige Gleichberechtigung, egal ob im gesellschaftlichen oder politischen Leben zu erreichen. Hierfür setzen sich die Bochumer Frauenvereine und -verbände in Bochum und weltweit ein. Sie haben die Frauenwochen in diesem Jahr unter das Motto „Frauen eine Stimme geben“ gestellt. Sie finden rund um den Internationalen Frauentag (8. März) statt und bieten 32 vielfältige Veranstaltungen. Freuen Sie sich u.a. auf die Plakatausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ von Donnerstag, 7. März .2019 bis Sonntag, 24. März 2019 im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte,Frühstücke für und mit Frauen, Infoveranstaltungen, Lesungen, einen Frauenstadtrundgang, Improtheater, Diskussionen und vieles mehr.

Die zentrale Veranstaltung der Frauenwochen bildet am Samstag, 9. März (11 bis 14 Uhr) der gemeinsame Aktionstag von rund 30 Bochumer Frauenvereinen und -verbänden auf dem Bongardboulevard. Die Vereine und Verbände stellen ihre Arbeit vor und bieten Mitmachaktionen.

Nähere Infos zu allen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Flyer zu den Frauenwochen (pdf-Datei).  Diesen finden Sie auch als Druckexemplar in den Bürgerbüros und Stadtbüchereien und im Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion.



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