Ausstellungsarchiv

Menschen meiner Zeit, die etwas bewegten

Menschen meiner Zeit, die etwas bewegten
Ausstellung Menschen meiner Zeit, die etwas bewegten

SLOMI – Josef Albert Slominski, geb. 1937 in Bochum, lebt, arbeitet und publiziert seit 1954 in Berlin, Bonn, Rom und  im Ruhrgebiet.
Politik und Kirche waren in über sechzig Jahren seine Schwerpunkte, obwohl seine Arbeiten fast alle Gebiete seriöser Fotografie erschließen. Seine Arbeiten wurden in führenden Publikationen (vom Osservatore Romano bis zu Spiegel, Stern, Bild und Life),
in über dreißig Büchern und mehr als tausend Ausstellungen im In- und Ausland vorgestellt.
 
Menschen meiner Zeit, die etwas bewegten
In dieser Ausstellung werden Porträts von Bundeskanzlern, der amtierenden Kanzlerin, Päpsten, Menschen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport gezeigt, die in ihrem jeweiligen Bereich viel erreicht und über ihren Beruf hinaus etwas für ihre Mitmenschen getan haben.
 

Slomi schaut auf die Menschen und in die Gesichter, nicht die Technik steht bei ihm im Mittelpunkt seiner Arbeit. Um einen möglichst ehrlichen und unverstellten Blick zu ermöglichen, verzichtet der Fotograf auf Inszenierungen und Zusatzlicht und fotografiert  die Personen vorwiegend in ihrer gewohnten Umgebung ab.
 

Durch seine seriöse Arbeitsweise baut er Vertrauensverhältnisse zu den abgelichteten Persönlichkeiten auf. So entstanden einzigartige Fotos, künstlerisch und dokumentarisch.
Die Ausstellung zeigt mit 100 Porträtfotos und 13 Doppelporträts: jung und alt auch über sechs Jahrzehnte Zeitgeschichte aus dem persönlichen Blickwinkel des Fotografen.
 
Slomi blickt zurück auf „seine“ Zeit und lädt die Besucher ebenfalls zum Erinnern, Kennen und Wiedererkennen ein.



















Die Mütter des Grundgesetzes

Plakat zur Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes"
9. März bis 24. März 2019

60 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik präsentierte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einer Ausstellung die vier „Mütter des Grundgesetzes“. Gezeigt werden Lebensbilder der Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel. Sie haben als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ - so lautet Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes (GG). Formuliert wurde damit im Jahr 1949 ein Programm, nicht eine Aussage über die Realität. Seiner Verankerung im Grundgesetz gingen heftige Diskussionen voraus. Ohne das Engagement der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und der vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung starkmachten, wäre es zu dieser Formulierung nicht gekommen.

Die politische Umsetzung des Gleichheitsgrundsatzes brauchte Zeit. 1950 wurde dazu ein Frauenreferat im Bundesministerium des Innern eingerichtet. Erst 1957 fiel das familienrechtlich verbriefte Letztentscheidungsrecht des Ehemannes in ehelichen und familiären Angelegenheiten.

Eine wichtige Ergänzung zu Artikel 3 Absatz 2 GG kam im Zuge der Wiederᆳvereinigung zustande. Die gemeinsame Verfassungskommission beschloss am 16. Januar 1992 den Zusatz „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“. Der Staat und seine Organe sind damit in der Pflicht, aktiv an der Verwirklichung der Gleichberechtigung zu arbeiten. Frauen aus West- und Ostdeutschland hatten die Öffentlichkeit für dieses Anliegen mobilisiert.

Auch heute ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern noch nicht in allen Lebensbereichen Realität. Frauen fehlen auf den oberen Stufen der Karriereleiter. Und auch Helene Webers Forderung nach einer verfassungsrechtlichen Verankerung der Lohngerechtigkeit von Mann und Frau ist heute keineswegs überholt: „[…] verrichten sie gleiche Arbeit, so haben sie Anspruch auf gleiche Entlohnung.“


Opel - Werk - Stadt. Opel und Bochum 1960 - 1973

Plakat zur Ausstellung Opel - Werk -Stadt.
Vom 4. März bis 4. November 2018

In Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Geschichte, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte

„Bochum ist über den Berg“, stellte Oberstadtdirektor Gerhard Petschelt Ende 1962 erleichtert fest und bezog sich dabei auf die Eröffnung des neuen Opelwerks. Die Ansiedlung des Automobilherstellers auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Dannenbaum ereignete sich in einem Zeitraum, der bereits von den Zeitgenossen mit den Begriffen „Kohlekrise“ und „Zechensterben“ bezeichnet wurde und das Ende des Bergbaus ankündigte. Somit stehen Bau und Ansiedlung des Opelwerks auch für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Mit weit über 10.000 Mitarbeitern und Millionen produzierter Automobile entwickelte sich Opel in Bochum rasch zu einer Erfolgsgeschichte. Der Kadett symbolisierte dabei Fortschritt einerseits und bescheidenen Wohlstand andererseits.  In sieben Abteilungen widmet sich die Ausstellung dem Prozess von der „Kohlekrise“ der ausgehenden 1950er Jahre über die Verhandlungs- und Bauphase des Werks bis zur Automobilproduktion und ermöglicht dabei auch Einblicke in die streitbare Belegschaft von Opel-Bochum. Gleichzeitig weitet sich der Blick auf den Wandel der Stadt im Laufe der 1960er Jahre bis hin zum globalen Ereignis der „Ölkrise“ 1973 und deren Auswirkungen auf die Automobilproduktion am Standort Bochum.

Gemeinsam mit der Schließung der letzten Bochumer Zeche (Hannover) im März 1973 markiert sie den zeitlichen Endpunkt der Ausstellung. Die Schließung des Opelwerks in Bochum 2014 und die letzte Schicht auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop im Dezember 2018 bieten den Anlass zur Rückschau. Zudem zeigen sie uns den wesentlichen Aspekt von Geschichte deutlich auf: den dauerhaften  (Struktur-)Wandel.

Das Konzept der Ausstellung wurde von Geschichtsstudierenden im Rahmen des  Bachelorstudiums entwickelt. Projektteam: Chantal-Sophie Nettler, Anke Singelmann, Hendrik Monkowius, George Rohlf. Projektleitung: Dirk Urbach, OStR i.H.
Förderung: inSTUDIES; Stadtwerke Bochum; Bildproduktion Niggemeyer


Bochum - das fremde und das eigene

Ausstellungsabteilungen:


„Stadt.Mess.Punkt“


Eine Fotoausstellung von Hartmut Beifuß


Bis 29. Juli 2018

Erkundungen in der Stadtlandschaft Bochums mit der Kamera. Die Idee zu einer konsequenten visuellen Erfahrung der eigenen Umgebung hatte der Bochumer Fotograf Hartmut Beifuß anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2010.

Die buchstäbliche Vermessung von bekannten Bochumer Örtlichkeiten mittels einer Messlatte soll Standpunkte markieren und visuelle Zeichen in Bildern setzen, verorten und kommentieren.


Die Foto-Reihe ist die bildliche Umsetzung der Frage, was Stadt für den Einzelnen bedeuten kann.


Hundert und sieben Sachen. Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien


Eigenproduktion
vom 11. Juni 2017 bis 30. Juni 2018
Plakat zur Ausstellung

Hundert und sieben Sachen erzählen Stadtgeschichte(n): mal sachlich und ernst, mal locker und leicht. Was entsteht, ist keine geschlossene Geschichtsschreibung, sondern ein farbenfrohes Gebilde aus nicht aufeinander abgestimmten Teilen, die sich dennoch zu einem Ganzen fügen. Unter den Exponaten befinden sich „Schlüsselobjekte“ der Bochumer Geschichte, wie das Werdener Urbar, in dem Bochum indirekt erstmals Erwähnung fand, die Urkunde von 1321, mit der Graf Engelbert II. von der Mark den Bochumern stadtähnliche Rechte zugestand, diverse Objekte zum Bergbau und zum Bochumer Verein, ein Stadtplan, der die Veränderungen des Stadtbildes nach den ersten Eingemeindungen 1904 dokumentiert, ein Foto, das die Machtübernahme der NSDAP im Bochumer Rathaus zeigt, ein 1945 beim Einmarsch der Amerikaner gedrehter Film, aber auch solche, die nicht auf historisch bedeutsame Ereignisse verweisen und dennoch die Bochumer bewegten, wie zum Beispiel der Steckbrief zu einer „Lustmord“-Serie im 19. Jahrhundert, eine Sibirien-Karte, die ein Bochumer von einer Nordpolar-Expedition mitbrachte, ein Leihbadeanzug aus dem Bochumer Stadtbad, ein Fotoalbum aus der Tanzschule Bobby Linden, eine Grönemeyer-Platte und ein Film-Projektor aus dem Kino Endstation im Bahnhof Langendreer.
 
Mit den „Hundert und sieben Sachen“ knüpft das Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte an seine Eröffnungsausstellung im Jahr 2007 an: „Sieben und neunzig Sachen. Sammeln, bewahren, zeigen. Bochum 1910 bis 2007“. Damals galt es, die 97-jährige Sammlungsgeschichte der Stadt Bochum mit in den Blick zu nehmen, heute sind es 107 Jahre. Die in beiden Ausstellungstiteln versteckten „Sieben Sachen“ zielen auf das Alltägliche. Denn es geht weniger um das Herausragende und Einzigartige als vielmehr um das Heterogene „als Spiegel einer komplexen und facettenreichen Stadtgeschichte, die sich auch in ihrer Vielfalt, ihren Differenzierungen und Ausfächerungen zur Ansicht bringen will“ (Gottfried Korff, 2007).

Die „hundert und sieben Sachen“ werden von dem Bühnenbildner Martin Dolnik kunstvoll in Szene gesetzt. Die dazu geplante Begleitpublikation soll im Herbst erscheinen. Autoren sind sowohl renommierte Historikerinnen und Historiker als auch Personen, die einen persönlichen Bezug zu einem der Exponate haben. Ihr subjektiver Blick auf die Dinge ist ausdrücklich erwünscht.



„Bildwelten – Weltbilder: Figürliche Wandmalerei der Romanik in Westfalen“

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In vielen Kirchen Westfalens sind Wandmalereien der späten Romanik von 1160-1270 erhalten. Sie zeigen figürliche Szenen, die zusammen mit der Architektur und der ergänzenden Dekorationsmalereien (Raumfassung) die Kirchenräume prägen. Dennoch ist die romanische Wandmalerei als herausragendes westfälisches Kulturgut bisher nicht systematisch wissenschaftlich erforscht worden. Um dies zu ändern, hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 2012 das Forschungsprojekt „Bildwelten – Weltbilder“ begonnen, bei dem figürliche Wandmalereien in dreizehn Kirchen vom Gerüst aus erfasst, kartiert und untersucht worden sind. Die Ergebnisse zeigt der LWL jetzt in der Wanderausstellung „Bildwelten – Weltbilder“, die vom 4. Mai bis zum 25. Juni im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte vom 4. Mai bis 25.Juni zu sehen ist.

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse des Forschungsprojektes in visuell ansprechender Form. Mit vielen hochausflösenden Fotos ermöglicht die Ausstellung spannende Detailansichten der Malereien, die vor Ort aufgrund der Monumentalität und der räumlichen Gegebenheiten dem Betrachter oft weit entrückt sind.

Was haben die Menschen geglaubt und wie führten sie ihr Leben? Wie haben die Wandmaler gearbeitet und auf welche Vorlagen haben sie zurückgegriffen? Welche Geschichte haben die Wandmalereien in den folgenden fast 800 Jahren erlebt? All diese Fragen waren Anlass zu dem mehrjährigen Forschungsprojekt, das 13 westfälische Kirchen umfasste. Darunter die in Bochum-Stiepel. Ein Buch, ein Film und ein Internetauftritt (www.lwl.org/wandmalerei/) stellen neben der Wanderausstellung die Ergebnisse des Projektes vor.

Hoffnung auf Zukunft – Flüchtlinge in Bochum - Eigenproduktion in Kooperation mit der Gewerkstatt gGmbH Bochum

Ab 5. Juni 2016

Hoffnung auf Zukunft – Flüchtlinge in Bochum - Eigenproduktion in Kooperation mit der Gewerkstatt gGmbH Bochum
Die eigene Figur künstlerisch gestalten. Zukunftsträume als Zukunftsbox kreativ entwerfen. Über Verbindendes sprechen: den Frieden in der Welt, Wünsche, Pläne, persönliche Ziele. Das war das Programm des Bildungsträgers Gewerkstatt gGmbH für 19 junge Frauen und Männer, die als Flüchtlinge aus zehn verschiedenen Ländern nach Bochum gekommen sind. In einem zehnwöchigen Lehrgang lernten sie praxisorientiert die deutsche Sprache kennen, absolvierten einen Computerkurs und Berufspraktika und wurden von einer Köchin aktiv in die deutsche Küche eingeführt.

Die Ausstellung präsentiert die in dem Projekt entstandenen künstlerischen Arbeiten. Hinzu kommen Interviews mit sechs Teilnehmer/innen der Gruppe – vier Männern und zwei Frauen –, in denen sie sich Fragen nach Herkunft, Flucht und ihren Zukunftserwartungen stellen und selbstbewusst Position beziehen, trotz (noch) bestehender Sprachprobleme. Die Exponate zeigen, wie bedeutsam Kunst für die Stabilisierung von Menschen sein kann. Sie verweisen auf traumatisierende Erlebnisse der Akteure und zeugen gleichzeitig von der tiefen Hoffnung auf eine angstfreie und lebenswerte Zukunft. Nicht zuletzt wird deutlich, dass die jungen Flüchtlinge willens und fähig sind, miteinander zu kommunizieren und Gemeinsamkeiten zu erarbeiten. Die Chance dazu haben sie – ungeachtet verschiedener Sprachen und Traditionen – gern ergriffen.

Zwischen Heimat und Front - Bochum im Ersten Weltkrieg

Ab dem 24. August 2014

Eigenproduktion

Als vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg „ausbrach“, ahnte niemand, dass er so lange dauern würde. Die Hoffnung auch der Soldaten aus Bochum, Weihnachten wieder zu Hause zu sein, erfüllte sich nicht. Der Krieg wurde nicht nur auf den Schlachtfeldern in Europa, in den Kolonien in Afrika und im Nahen Osten, auf See und in der Luft ausgetragen, sondern hatte auch die deutsche „Heimatfront“ fest im Griff. Er erfasste alle politischen und gesellschaftlichen Bereiche und entwickelte sich bald schon zum totalen Krieg.
Die Ausstellung folgt den Spuren Bochumer Soldaten an unterschiedliche Fronten und zeigt, wie an der Bochumer „Heimatfront“ alle Ressourcen in den Dienst des Krieges gestellt wurden. Sie richtet den Fokus auf die Einheit von Heimat und Front, die im Laufe des Krieges ebenso brüchig wurde wie der sogenannte „Burgfrieden“. Auch die „andere“ Seite gerät mit in den Blick. Am Beispiel der belgischen Stadt Virton, wo unter Beteiligung zahlreicher Bochumer Soldaten im August 1914 eine erbitterte Schlacht geschlagen wurde, werden die Auswirkungen des großen Krieges auf die belgische Zivilbevölkerung beleuchtet. Die Ausstellung schließt mit einer Auseinandersetzung mit der kollektiven Erinnerung an den Ersten Weltkrieg und fragt nach den „Lehren“.
Ein Blick in die räumlich sich anschließende Abteilung zur NS-Zeit aus der Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ zeigt, wohin der Weg führen sollte. Die hier in Szene gesetzte „Volksgemeinschaft“ war das Gegenteil dessen, was Kaiser Wilhelm Anfang August 1914 zum Ausdruck gebracht hatte: Er kenne keine Parteien mehr, sondern nur Deutsche.

Die in der Ausstellung angesprochenen Themen werden durch Filme, Vorträge und Führungen ergänzt und vertieft.

Schicksalsort Gefängnis. Opfer der NS-Justiz in der Krümmede - Eine Ausstellung von Alfons Zimmer

Ab 17. Juni 2016

Honselhof mit Einmannbunker
Während der NS-Diktatur saßen im damaligen Strafgefängnis „Krümmede“, der heutigen JVA Bochum, nicht nur kriminelle Gefangene ein. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wurden von den Sondergerichten aus politischen Gründen zu Haftstrafen, auch zur Todesstrafe verurteilt. Über tausend so genannte Nacht-und-Nebel-(„NN“)-Gefangene aus dem Widerstand besetzter Länder wie Belgien, den Niederlanden, Frankreich waren allein 1943 in der Bochumer Strafanstalt mit ihren Außenkommandos inhaftiert. Hinzu kamen Kommunisten, Sozialdemokraten, Zentrumspolitiker, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und andere, nicht zuletzt auch eine Reihe von vor allem katholischen Geistlichen. Nicht wenige der „Politischen“ verstarben an den Haftfolgen. Die Ausstellung zeigt sechzig Gesichter, Porträts von politischen Gefangenen, die in den Jahren 1933 bis 1945 in der „Krümmede“ einsaßen. Diese sechzig stehen für eine viel größere Zahl von unbekannten und vergessenen politischen Gefangenen des Hitlerregimes.

Alfons Zimmer, der die Ausstellung vorbereitet hat, ist Pastoralreferent in den Justizvollzugsanstalten Bochum.
Für den Herbst ist ein Veranstaltungsprogramm zu Justiz und Gefängnis im „Dritten Reich“ geplant.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.getuigen.be/kruemmede/

Krieg – Hunger – Flucht - Karikaturen-Ausstellung von Waldemar Mandzel

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Ab 23. April 2016
Eröffnung am 22. April um 17 Uhr

Vor den aktuellen Ereignissen des gewaltigen Stroms der legalen und illegalen Zuwanderer, der von Schrecken heimgesuchten Kriegsflüchtlinge und der von Hunger und Elend gezeichneten Menschen, die Geborgenheit suchen, kann sich kein Bleistift oder Farbpinsel eines Cartoonisten wegducken. Zu allgegenwärtig sind die Probleme der Neuankömmlinge, die in Deutschland Asyl suchen, begleitet durch  Menschenverachtung, Fremdenhass und Gefühlskälte einiger Rechtsradikaler.

Mit Überspitzung und Komik lassen sich Unvermögen und widersinnige Handlungs- weisen der einzelnen EU-Länderregierungen entlarven und bloßlegen. So trägt der Humor dazu bei, das hilflose und planlose Reagieren der Politik aufzudecken. Die zeichnerischen Pointen lassen ein Lächeln im Gesicht des Betrachters erstarren und zwingen zur Nachdenklichkeit.

 

Bochum im Bombenkrieg: 4. November 1944

Fotoausstellung in Eigenproduktion

Am Abend des 4. November 1944, zwischen 19 und 20 Uhr, erlebte Bochum den schlimmsten Luftangriff: 1.200 Tote, 2.000 Verwundete, 70.000 Menschen verloren ihre Bleibe. Die Stadt lag in Schutt und Asche. 60 Prozent des Wohnraums in der Innenstadt und die meisten öffentlichen Gebäude waren zerstört. Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl von Aufnahmen der zerstörten Innenstadt aus den Jahren 1943 bis 1945.


HandBuchBinden

15. November 2015 bis 10. Januar 2016
Eine Ausstellung von Hans-Peter Preiß

HandBuchBinden
Bücher gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten: von einfach bis kompliziert, von günstig bis kostbar. Es besteht eine große Spanne zwischen dem handwerklichen Einbinden und der hohen Einbandkunst. Das Hand-Buch-Binden als „EinBandKunst“ ist ein kreatives gestaltendes Handwerk, das dem Buchbinder viel an Können abverlangt, aber auch viele Freiheiten bietet.
Die von dem Hobby-Buchbinder Hans-Peter Preiß aus Osnabrück gestaltete Ausstellung informiert anschaulich über die „handbuchbinderische“ Anfertigung eines Buches und das Thema „EinBandKunst“. Neben bebilderten Infotafeln sind Werkzeuge und Materialien sowie Buchobjekte mit Konstruktionen unterschiedlicher zeitlicher Herkunft und Herstellungstechniken zu sehen. Die einzelnen Arbeitsschritte zum Handbuchbinden werden demonstriert. Alle Buchobjekte sind Unikate.

Pressetext von Herrn Hans Peter Preiß

WIR GRÜNDERSTUDENTEN

WIR GRÜNDERSTUDENTEN
1. Oktober bis 1. November
 2015
Eine Ausstellung von Roland Ermrich und ehemaligen Studierenden der Ruhr-Universität Bochum

Die Gründung der Ruhr-Universität Bochum beeinflusste das Revier und die Stadt Bochum. Die Studierenden trugen zur positiven Entwicklung der RUB Wesentliches bei. Viele von ihnen hätten überhaupt nicht studiert, hätte es die RUB ab 1965 nicht gegeben. Der Anteil der Studierenden aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien war mehr als doppelt so hoch wie an anderen Universitäten.
So umstritten die „68-er“ heute sein mögen: Aufbruchsstimmung, Innovationsbereitschaft, die Bereitschaft, intellektuell neue Wege zu gehen, sind unstrittig. Vieles, was damals gefordert und von den Etablierten als Provokation empfunden
wurde, ist heute Mainstream. Die Bochumer Studierenden haben dazu beigetragen.
Die von ehemaligen Studierenden selbst gestaltete Ausstellung erinnert zum 50. Geburtstag der RUB, der in diesem Jahr gefeiert wurde, an deren Anfangsjahre.

Begleitprogramm zur Ausstellung


Fenster zur Vergangenheit: Bochums mittelalterliche Urkunden

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Ab 21. Mai
Eigenproduktion

Was die Bochumerin Else Molderpass 1467 ihrer Tochter testamentarisch vermachte oder was Gläubige tun mussten, um 1415 in den Genuss eines von der Indulgenz-Kommission anlässlich des Konstanzer Konzils gewährten Ablasses zu kommen – alles das erfährt man nur aus den darüber ausgestellten Urkunden. Doch die Stücke verraten noch viel mehr: Wie durch ein Fenster zur Vergangenheit lassen sie uns den Alltag der Menschen in Bochum beobachten.
Die Ausstellung ist Teil eines Kooperationsprojektes des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte, der Evangelischen Stadtakademie und des Katholischen Forums Bochum, das nach den Sommerferien mit einem Urkunden-Workshop und einer Vortragsreihe zur Bochumer Kirchengeschichte fortgesetzt wird. In ihrem Mittelpunkt steht eine eindrucksvolle und vor 600 Jahren ausgefertigte Ablassurkunde aus Konstanz, die Bochum mit den großen geistlichen Diskursen des späten Mittelalters verbindet. Sie und manche anderen Ausstellungsstücke werden sonst im Pfarrarchiv der Propsteigemeinde St. Peter und Paul verwahrt und das erste Mal im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte ausgestellt.

Flyer zur Ausstellung


Orte und Räume Deutscher Verbrechen gegen die Menschheit. Die KZ Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald

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Ab 9. Mai
Fotoausstellung von Herbert Naumann

Das Konzentrationslager Buchenwald verwaltete 136 Außenkommandos, Lager, in denen tausende Frauen und Männer gefangen gehalten und zur Arbeit gezwungen wurden. Der Fotograf Herbert Naumann hat nach den Spuren dieser KZ Außenlager gesucht und in den Jahren 2012 und 2013 die Orte und Räume, in denen sich die ehemaligen Lager befanden, fotografiert, auch in Bochum. Die vordergründig dokumentarisch wirkende Fotografie liefert zunächst keine oder kaum noch Indizien dafür, was hier vor 70 Jahren geschehen ist. Es sind stille und unspektakuläre Bilder mit häufig nur indirekten Hinweisen. Erst der sie begleitende Text stellt den Zusammenhang zwischen Geschehenem und Ort her, gibt den Orten ihre Identität und nimmt ihnen ihre Harmlosigkeit.


„Avantgarde und Alltag – Die frühen Jahre der RUB“ Eine Ausstellung der Redaktion und des Archivs der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung (:bsz)

26. Februar bis 18. März

In diesem Jahr feiert die Ruhr-Universität Bochum ihren 50. Geburtstag. Parallel zum Programm der Universität offenbart die Ausstellung die (campus-)journalistische Perspektive auf die Lebenswelt, den Horizont  und die Weltanschauung der Studierenden im ersten Jahrzehnt des Bestehens der :bsz: Wie studierte es sich auf der größten Baustelle Europas? Ging man damals schon ins Bermuda3eck? Was war vor der U35? RAF, Springer-Presse, Hausbesetzungen, Ost-West-Konflikt - Themen, die auch die Bochumerinnen und Bochumer nicht kalt ließen. Ein breites Spektrum an Originalartikeln und zeitgenössischem Bildmaterial beantwortet diese und weitere Fragen zu einer für Bochum und die Welt bedeutenden Zeit.

Deutsche Jüdische Soldaten

1. Juni bis 24. September 2014

Eine Wanderausstellung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Potsdam, in Zusammenarbeit mit dem Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam, und dem Centrum Judaicum, Berlin
„Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche.“ Als Kaiser Wilhelm II. am 4. August 1914 diese vielfach zitierten Worte sprach, löste das auch bei der jüdischen
Bevölkerung eine Welle von Patriotismus aus. Etwa 100.000 jüdische Soldaten zogen für Kaiser und Vaterland in den Krieg – und hofften, damit gleichzeitig die Emanzipation
der Juden vorantreiben zu können. Josef Zürndorfer, der vor 100 Jahren von Bochum aus ins Feld ging und an der Westfront zum gefeierten Kriegshelden wurde, brachte auf
den Punkt, was viele dachten: „Ich bin als Deutscher ins Feld gezogen, um mein bedrängtes Vaterland zu schützen. Aber auch als Jude, um die volle Gleichberechtigung
meiner Glaubensbrüder zu erstreiten.“ Die Hoffnungen der jüdischen Kriegsteilnehmer wurden enttäuscht. Bald schon machten sich (wieder) antisemitische Tendenzen breit, auch an der Front. Und spätestens, als Deutschland den Krieg verloren hatte, wurden die deutschen Juden als „Sündenböcke“ ausgemacht.
Kernthema der Ausstellung ist der Zusammenhang zwischen dem Militärdienst und der Integration der deutschen Juden, aber auch deren Ausgrenzung, die am Ende in Vernichtung überging. In fünf, an die Abfolge der Epochen angelehnten, Abschnitten spannt sie den Bogen vom Zeitalter der Emanzipation bis zum Zweiten Weltkrieg.

Plakat zur Ausstellung


mo(me)ntan
Eine Fotoausstellung von Michael Grosler

ab 23. Februar 2014

In über 30 Aufnahmen versucht der Bochumer Fotograf Michael Grosler, die vergängliche Symbiose von Architektur und Landschaft festzuhalten. Alle Fotos entstanden auf dem geschichtsträchtigen ehemaligen Industriegelände „Rombacher Hütte“.
1889 errichtete Heinrich Köhler im Norden von Bochum-Weitmar die Westfälische Stahlwerke AG. Bis zur Jahrhundertwende prosperierte das Unternehmen, dann führten Konjunktur- und Strukturkrisen zu wechselnden Besitzverhältnissen: So gehörte es unter anderem zur Rombacher-Hüttenwerke AG, als „Werk Weitmar“ zum „Bochumer Verein“ und nach dessen Fusion mit dem Krupp-Konzern 1965 zur Friedrich Krupp Hüttenwerke AG. 1979 wurde der Betrieb stillgelegt. Ein Jahr später erwarb die Stadt Bochum das ca. 70 Hektar große Gelände, auf dem sie die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und die Schaffung von Wohnraum und Grünflächen plante. Teil I des Bebauungsplans wurde realisiert, Teil II nicht.
In dem sich weitgehend selbst überlassenen Teil des Geländes entstanden 2013 die Aufnahmen von Michael Grosler. Grosler versteht seine Bilder als Momentaufnahmen von Veränderungen, die wie Metaphern für den Wandel einer Region stehen. Die Fotos sind auch eine Bestandsaufnahme der Situation auf diesem Gelände. Sie dokumentieren, wie es um diesen Teil der Bochumer Geschichte mo(me)ntan steht.


Zwischen Abenteuer und Provokation - Peter Zadek und das Schauspielhaus Bochum


Ab 12. Mai 2013
Eigenproduktion


Als Provokateur verschrien, als Erneuerer des Theaters gefeiert: Peter Zadek zählt zweifellos zu den Persönlichkeiten, die das deutsche Theater im 20. Jahrhundert revolutioniert haben. 1972 wurde er Intendant des Bochumer Schauspielhauses. Hier versammelte er seine "Theaterfamilie", hier machte Zadek aus jungen Talenten wahre Schauspielerwunder. Stars wie Hannelore Hoger, Rosel Zech, Ulrich Wildgruber oder Herbert Grönemeyer schrieben in Bochum Theatergeschichte. Das Engagement von Rainer Werner Fassbinder führte bald zum Eklat. "Wir waren ein ganzer Wald von Verrückten", erinnerte sich Ensemblemitglied Tana Schanzara. Radikal setzte der neue Theaterchef seine Idee vom "Volkstheater" um. Er erfand BO-Weekends, das BO-Kino und lud zum Mittagstheater ins Schauspielhaus. In der Theaterszene war Bochum mit KLEINER MANN WAS NUN? bald in aller Munde. Aber auch in der Auseinandersetzung mit seinen "Theatergöttern" Shakespeare, Tschechow und Ibsen brachte Peter Zadek legendäre Inszenierungen hervor. KÖNIG LEAR wurde zum Experiment in einem Kino-Raum. Und als Peter Zadek sich 1977 für HAMLET eine Fabrikhalle in Hamme aussuchte, entbrannte in der Stadt eine kontroverse Debatte. Die Ausstellung im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte ist ein Streifzug durch die "heißen Jahre" der Ära Zadek in Bochum.

Zur Ausstellung wird ein Begleitprogramm angeboten (s. Veranstaltungskalender)


Eine Wanderausstellung der Stadt Gelsenkirchen / Kulturraum "die flora"

Ab 15. Dezember 2013

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Das Schriftstellerehepaar Lisa Tetzner (1894-1963) und Kurt Kläber (Pseudonym: Kurt Held, 1897-1959) ist bis heute mit seinen sozialkritischen Kinder- und Jugendbüchern (am bekanntesten wohl "Die rote Zora" von Kurt Held) auf dem Literaturmarkt vertreten. Aktivitäten im Umkreis der Wandervogelbewegung, Kontakte zur linken Arbeiterliteraturszene, politische (Kultur-)Arbeit in Berlin sowie Aufenthalte im Ruhrgebiet Anfang der 1920er Jahre schlugen sich in ihren Werken nieder. Am 10. Mai 1933 wurden ihre Werke Opfer der Bücherverbrennung. Zur Emigration gezwungen, ließ das Paar sich in Carona (Schweiz) nieder und setzte sich schon in den 1940er Jahren mit den Auswirkungen des Nationalsozialismus auf junge Menschen auseinander.

Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in Geschichte, Literatur und Politik des 20. Jahrhunderts. Thematisiert wird auch die Verbindung von Lisa Tetzner und Kurt Kläber zum Ruhrgebiet. Hier - in Bochum - hatte Kurt Kläber versucht, eine Freie Volkshochschule aufzubauen, deren Betrieb nach drei Trimestern aber wieder eingestellt wurde.


Campingkult(ur). Sehnsucht nach Freiheit, Licht und Luft

13. Oktober bis 10. Dezember 2013
Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen

Campingkult(ur)
In den Wirtschaftswunderjahren brach im noch immer stark kriegsgezeichneten Deutschland ein wahrer Campingboom aus. Dabei ist Camping keine Erscheinung der deutschen Nachkriegsgeschichte. Bereits in den 1920er Jahren entstand aus der Sehnsucht nach `Freiheit, Licht und LuftA die Wochenendbewegung. Bis heute ist das Camping eine der beliebtesten Reiseformen und bildet einen wesentlichen Bestandteil der deutschen Tourismuswirtschaft. Camping ist für viele Menschen jedoch mehr als nur eine Urlaubsform B es beschreibt ein Lebensgefühl.

Die Ausstellung zeigt, wie Menschen aus Westfalen ihren Campingurlaub vorbereiten, wohin sie reisen und wie sie ihren Urlaubsalltag gestalten. Sie will der Lebenswelt der Camper nachspüren und beleuchtet auch die unterschiedlichen Motive, die die Reisenden zu dieser besonderen Ferienform antreibt.

26. Mai bis 6. Oktober 2013
Eigenproduktion in Kooperation mit dem Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster der Stadt Bochum


Am Beispiel des Kortum-Stadtplans von Bochum 1790, der Müller-Karten der Grafschaft Mark von 1775 bis 1791 und der Gemeindekarten von Bochum 1823 zeigt die Ausstellung, wie diese im Laufe von drei Jahrhunderten immer wieder als Neudrucke auf der Basis der Originalzeichnungen im historischen Stil neu aufgelegt wurden. Nicht nur aus wissenschaftlichen, auch aus dekorativen Gründen erfreuen sich historische Karten großer Beliebtheit.


Lohoff Industriefotografie
Noch bis zum 6. Oktober 2013
Von ARAL bis WEDAG. Industriefotografie in Bochum


Heinz Lohoff und später auch sein Sohn Karl-Heinz gehörten zu den führenden Industriefotografen des Ruhrgebiets. Die in den 1950er Jahren gegründete Firma Lohoff begleitete zunächst den industriellen Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und später den Strukturwandel. Sie fotografierte eine Vielzahl Bochumer Firmen aller Branchen, ferner Kirchen, Schulen und Krankenhäuser. Umfassend wurde die Ansiedlung der Ruhr-Universität dokumentiert. Auch Luftbilder befinden sich in der Fotosammlung Heinz und Karl-Heinz Lohoff, die das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte im vergangenen Jahr übernehmen konnte. Sie umfasst mehr als 40.000 Groß- und Mittelformatnegative. Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl.

Plakat zur Ausstellung


"Das Gedächtnis des Ruhrgebiets"

Mit einem „Memo-Mobil“ wanderte Mirjam Strunk, Regisseurin von Dokuprojekten, ein Jahr lang durchs Ruhrgebiet und
Aufnahme zur Ausstellung Das "Gedächtnis des Ruhrgebiets"
sammelte Erinnerungen und Visionen. „Erfindet eine Gesellschaft sich neu, indem sie sich erinnert?“, wollte sie wissen. Oder: „Muss die Jugend in der Vergangenheit blättern, um ihre Zukunft lesen zu können?“ Das „Gedächtnis des Ruhrgebiets“ war ein Projekt der Schauspielhäuser Bochum und Essen, der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 sowie der Bundeszentrale für politische Bildung und wurde vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Als Multimedia-Installation der Szenografin Cordula Körber ist es noch bis Frühjahr 2013 im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zu sehen, wo es auf das institutionalisierte Gedächtnis der Stadt Bochum trifft. Eine spannende Begegnung, die zu Fragen nach dem Verhältnis von Geschichte und Erinnerung anregt.

Rundgang durch die Ausstellung

Einladungskarte zur Ausstellung

Noch bis zum 21. April 2013.


Foto zur Ausstellung "Angeworben-gekommen-geblieben"
"Angeworben - Gekommen - Geblieben"
1961 bis 1975
14 Jahre Zuwanderung im Spiegel städtischer Kulturarbeit in Bochum.
Ab 3. November 2011

Am 31. Oktober 1961 wurde das Abkommen zur zeitlich begrenzten Anwerbung von Arbeitskräften zwischen der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet. Damals lebten in Bochum und Wattenscheid bereits mehr als 4.000 Ausländer, die zumeist als "Gastarbeiter" aus Italien oder Spanien nach Deutschland gekommen waren. Wie reagierten die Städte auf die neuen Bewohnerinnen und Bewohner?
Foto zur Ausstellung Angeworben - gekommen - geblieben


Die Ausstellung wird anlässlich des 50. Jubiläums des Anwerbeabkommens mit der Türkei erarbeitet. Sie fragt danach, ob beziehungsweise welche Aktivitäten unternommen wurden, um den "Gastarbeitern" den Alltag zu erleichtern und um sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken. Im Mittelpunkt stehen die städtischen Bildungs- und kulturellen Angebote: von den spärlichen Anfängen bis zum "Ausländerfestival" "Kemnade International", das 1974 zum ersten Mal stattfand. Die Ausstellung schließt sich an die große Kulturhauptstadtausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" an und korrespondiert besonders mit der Einheit "Fremde - Gäste - Gastarbeiter".

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr

Zum Ausstellungsflyer...

Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 3. November 2011, um 18:00 Uhr eröffnet. Mit dabei bei der Eröffnung ist das Projekt X-Vision Ruhr.

Fotos zur Ausstellungseröffnung - Rundgang durch die Ausstellung Ausstellung (Dia-Show)

Institutsgebäude Ingenieurwissenschaften
"Tag der Archiv" mit einem Tag der offenen Tür am 04.03.2012 im Stadtarchiv/ Zentrum für Stadtgeschichte in Bochum: Buchbinderin Stephanie Determann erklärt Besuchern die Restauration von alten Büchern. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Presseamt

28. August bis 12. Oktober 2012

Stadtarchiv-Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Str. 47, im Foyer
 
Archive haben die Aufgabe, die ihnen anvertrauten Unterlagen dauerhaft aufzubewahren. Das klingt einfacher, als es ist. Oft wird das Schriftgut bereits vor seiner Übernahme durch “Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen” schwer geschädigt - manchmal aber auch erst danach, wie der Einsturz des Kölner Archivs belegt. Das Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zeigt - wie bereits am Tag der Archive - aufgrund des großen Zuspruchs erneut, welche Schädigungen Archivgut aufweisen und wie ihnen erfolgreich begegnet werden kann. Eindrucksvolle Bilder und eine anschauliche Archivalienpräsentation erlauben Einblicke in einen bisher nur selten thematisierten Arbeitsbereich der Archive.
Kontakt: Dr. Stefan Pätzold
Telefon: 0234 / 910-95 21 oder E-Mail: spaetzold@bochum.de
Städtische Kapelle im Jahr 1918
Städtische Kapelle im Jahr 1919
Am 20. Mai 1919 gab das "Städtische Orchester Bochum" sein erstes öffentliches Konzert.
Avantgardistische Programme bescherten ihm schnell einen überregionalen Ruf, Gastspielreisen nach dem Zweiten Weltkrieg festigen diesen auch international. Ausgehend von denn verschiedenen künstlerischen Leitern - von Rudolf Schulz-Dornburg über Ludwig Reichwein oder Hermann Meissner bis hin zu Steven Sloane - geht die Ausstellung mit Texten und Bildern der Geschichte dieses Orchesters bis zur Gegenwart nach. Die anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Symphoniker erarbeitete Ausstellung war im Jubiläumsjahr nur kurze Zeit zu sehen. Im April (bis 8. Mai) ist sie einem größeren Publikum zugänglich.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11:00 bis 17:00 Uhr.
Die Ausstellung macht mehr als 500 Jahre Bautätigkeitvon Burgen und Schlössern in Westfalen nachvollziehbar: Von den kleinenWehrburgen des 12. Jahrhunderts, über die Wasserburgen, die ausGräftenhöfen entstanden, bis hin zu den prächtigen Schloss- undParkanlagen des Absolutismus reicht die Spannbreite derSchwarz-Weiß-Fotografien. Erarbeitet wurde die Präsentation mit mehrals 40 Fotografien vom Museumsamt des LandschaftsverbandesWestfalen-Lippe in Münster.

Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt frei
Verlängert bis zum 3. August 2008. Öffentliche Führungen jeweils Donnerstag, 18:00 Uhr (außer an Feiertagen). Eintritt frei.
Zur Sammlung
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Ausstellungen im Gertrudiscenter Wattenscheid

Das Buch "Masurische Gnadenhochzeit" von Herbert Somplatzki stand Patefür diese Wanderausstellung. Sie zeigt Einblicke in das Leben vonFamilien, die vom Osten in den Westen zogen, um hier Arbeit zu findenund die nach 1945 nicht wieder in ihre ehemalige Heimat konnten.

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